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Die ersten Gerätschaften in Eschlried

 

Die Ortschaft Eschlried bekam im Mai 1908 zum 1. Mal eine Spritze, die beim „Bauer z`Eschlried“  eingestellt wurde.

Am 14. Mai 1910, dies geht aus dem Protokollbuch der FF Tumeltsham hervor,  kaufte Johann Flotzinger, vulgo „Bauer  z` Eschlried“  über einstimmigen Beschluss der FW Ried/I eine gebrauchte Saugspritze im Wert von 300 Kronen ab und stationierte sie im eigenen Hof. Der dafür  verwendete Betrag wurde  vorher bei den Bauern und Hausbesitzern in Eschlried und Umgebung eingehoben. Schläuche und sonstiges Zubehör wurden von der Gemeinde bezahlt. Und am 17. Juli 1910 wurde die 1. Übung mit der Saugspritze zwecks Überprüfung der Schlauchlänge abgehalten.

 

 

Die ersten Erwähnungen der Freiwilligen Feuerwehr Eschlried

 

Bei der am 15. November 1911 abgehaltenen Generalversammlung der FF Tumeltsham wurde über die Gründung der FF Eschlried beraten. Man kam zu dem Schluss, dass dies noch verfrüht sei.

 

Erst am 19. Februar 1913, wurde ESCHLRIED eine Filiale, heute „Löschzug“,  der FW Tumeltsham mit eigenen Leitungsfunktionen.

 

Die Erbauung des Spritzenhauses neben dem Garten vom „Wirt z`Eschlried“, Fam. Zweimüller,  wurde am 4. Feb. 1920 beschlossen. Die Errichtung eines Spritzenhauses in Eschlried dürfte ein gewichtiges Kriterium gewesen sein, so dass den Eschlriedern  die Gründung der Feuerwehr offenbar nicht mehr versagt werden konnte.

 

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eschlried

 

Die am 30. November 1920 in Eschlried abgehaltene Gründungsversammlung  wurde von vielen Interessenten mitverfolgt. Wehrmann Nagl aus Tumeltsham begrüßte alle Erschienenen und schilderte die Gründe für die Selbständigmachung  der Filiale Eschlried. Anschließend wurde die Wahl der Funktionäre vorgenommen.

 

Zum Wehrführer  wurde Franz Hohensinn, vulgo Flotzinger, und Josef Zweimüller zum  WF- Stellvertreter gewählt.  Weiters wurde Johan(n) Landlinger zum Kassier, Josef Groß zum Schriftführer,  Schachinger  Johann zum Steigerobmann und Johann Spitzer zum Spritzenführer gekürt.

 

Dann wurde ein Gesuch um Genehmigung der Feuerwehr in fünffacher Ausfertigung an die Oberösterreichische Landesregierung verfasst und abgesandt. Wörtlich aus dem Protokollbuch:

„Das Gesuch wurde von der ob. öst. Landesregierung genehmigt.  Eschlried, am 7.1.1921.“

 

2 Tage nach Bekanntwerden der Genehmigung wurde die General-versammlung der 3 Tumeltshamer Feuerwehren abgehalten, bei der ein ranghoher Vertreter aus Linz und die Bürgermeister der Gemeinden Tumeltsham und Peterskirchen anwesend waren. Die Selbständigmachung der Feuerwehr Eschlried wurde dabei offiziell vollzogen.

 

Interessantes aus dem 1. Vereinsjahr

 

Bei der Versammlung am 4. Februar 1921 wurde die Errichtung des Spritzenhauses neben dem Hausgarten der Zweimüller`s beschlossen. Die Baukosten dafür wurden zum großen Teil von den Mitgliedern selbst und der Gemeinde Tumeltsham getragen.

 

Das gut besuchte „Feuerwehr – Gründungskonzert“ fand am 17. Juli 1921, im Gastgarten des Gasthauses Zweimüller statt.

 

Im 1. Jahr des Bestehens ist die FF Eschlried zu 4 Bränden in der Umgebung ausgerückt.

 

Bei der am 28.01.1928 abgehalten Jahresversammlung wurden die Funktionäre für weitere 5 Jahre wieder gewählt. 

 

Der erwähnte Motorspritzenankauf bei der Ausschusssitzung  am 21. Mai 1929 dürfte nicht für Furore gesorgt haben, da lt Chronik erst die Motorspritzenvorführung der Fa Rosenbauer am 1. Juni,  über Anlass des Wehrführers Franz Hohensinn, erst die nötige Begeisterung für den Ankauf erbrachte. Nach dem Ankaufsbeschluss im Juni und die Absolvierung eines Motorkurses von 4 Mann in Linz wurde die Motorspritze am 8. September 1929  von der Fa. Rosenbauer übernommen.

 

Das 10-jährige Gründungsfest mit Motorspritzenweihe wurde am 25. Mai 1930 abgehalten. 19 Feuerwehren mit über 300 Mann hatten daran teilgenommen.

 

Generalversammlung mit Rücktritt und Neuwahl des Kommandos am 21. Dezember 1932

Zum Wehrführer wurde Johann Schachinger, vulgo Reiwimmer und zum Stv. Georg Angleitner gewählt

 

Wehrführer Johann Schachinger hatte das Kommando bis zur Auflösung der Tumeltshamer Feuerwehren am 3. April 1938 ausgeübt. Die 3 als Vereine geführten Feuerwehren wurden gleich nach dem Abschluss an Hitler-Deutschland aufgelöst und in eine Körperschaft öffentlichen Rechtes umgewandelt. Die FF Eschlried wurde als Löschzug in die Feuerwehr Tumeltsham eingegliedert.

 

Bemerkenswertes aus der FW-Chronik, die die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme der Zwischenkriegszeit wiederspiegeln.

 

Bei der im Oktober 1921 durchgeführten Getreidesammlung spendete Graf Arco Valley aus Stankt. Martin/I 1.000 Kronen für die neu gegründete Feuerwehr.

 

Eine „Spritzenvorbaupferde-Schätzung“  fand am 11. Nov. 1927 in Tumeltsham statt, bei der die Pferde von WF Franz Hohensinn und Steigerf. Johann Schachinger gut dotiert wurden.

 

Bei der Ausschusssitzung am 10. November 1933 wurde einstimmig beschlossen, dass ein ½ Kilo Weizen pro tragbaren Grund ans

FW-Säckel abgetreten werden soll.

 

Es wurden einige gemeinsame Dekorierungsfeiern aller drei Tumeltshamer Feuerwehren in der Zwischenkriegszeit abgehalten.  So wurde bei der Dekorierungs- feier beim Kirchenwirt in Tumeltsham am 11. November 1934, um 15 Uhr dem Bezirkshauptmann durch die Gemeindevertretung, der Musikkapelle und Feuerwehren ein ehrender Empfang bereitet. Die Feierlichkeit wurde durch das „Streichorchester Tumeltsham“ unter der Leitung des Schulleiters Binder verschönt.

 

Weil die Feuerwehr nur über 1 Schilling pro Mitglied als einzige Einnahmequelle verfügte, wurde bei der (letzten) Generalversammlung vor der Auflösung am 31. 12. 1937, die  Einschränkung der  Splendidität – Freigiebigkeit -, falls keine edlen Spender gefunden werden, beschlossen.

 

Neugründung oder Weiterführung als eigenständige Feuerwehr                                              Die Erklärung des Altwehrführer`s  Joseph Diermaier, FW Tumeltsham,  zur selbständigen Wehr wurde bei der Versammlung am 2. Februar 1949 in Göllner`s  Gasthaus von den Eschlriedern mit Begeisterung aufgenommen. Nach der Bestellung des engeren Ausschusses übernahm der alte Wehrführer Johann Schachinger den Vorsitz bzw Kommando der neu gegründeten  FF Eschlried. 

 

Der 1. Feuerwehr-Ball wurde am 24. April 1950 veranstaltet, der in den meisten Fällen bis in die Achtziger-Jahre hinein  am weißen Sonntag stattfand.

 

Kommandowechsel: Wehrführer Johann Schachinger erklärte bei der Generalversammlung am 2. März 1952 seinen Rücktritt  Johann Jetzinger wurde zum neuen Kommandanten  gewählt. Die Kommando führte er bis zu seinem Rücktritt am 10. März 1968.

 

Ungewöhnlicher Fw-Einsatz, der seitdem nicht mehr vorgekommen sein dürfte. Zwischen 23. und 30. März 1952 musste der Keller des Gasthauses Göllner in Eschlried  zweimal ausgepumpt werden, weil  durch die starke Schneeschmelze Wasser eingedrungen ist.

 

Am 23. Juli 1961 erhielt die FW eine neue leistungsfähigere Motorspritze von der Fa. Rosenbauer

 

Josef FURTNER übernahm am 10. März 1968 das Kommando und führte es bis zum 1. April1973.

 

Der erste FW-Ausflug, der am 29.9.1969 zum Kraftwerk Jochenstein und ins obere Mühlviertel führte, sowie der Löschteichbau in Erlet, fielen in seine Amtszeit.

 

Karl HOLZINGER führte das Kommando vom 1. 04. 1973 bis 22.04.1977. Unter seinem Kommando wurde die erste Bewerbsgruppe  gegründet, die einige gute Platzierungen und  einen Sieg beim Trockenbewerb in Senftenbach erringen konnte. Die ersten Leistungsabzeichen in Bronze wurden beim Landesleistungsbewerb am 29.6.1964 in Wels erworben.

 

Sebastian BRANDSTÄTTER, der von seinem Vorgänger als Nachfolger vorgeschlagen wurde, führte das Kommando vom 22. 04. 1977 bis 13.05.1982.

 

Alois KLUGSBERGER kommandierte die Wehr vom 13. Mai 1982 bis zum Rücktritt am 17. Nov. 1988. In seine Ära fiel ua.: Der Ankauf des gebrauchten KLF, Mercedes Benz 209D am 15. 01. 1983  mit folgendem Adaptierung  in Eigenregie. Zum KLF passend wurde auch eine neue Tragkraftspritze angeschafft. Durch das KLF war die unumgängliche Zeughauserweiterung in Eigenregie erfolgt. Am 23. 03. 1984 wurden zudem die 1. Atemschutzgeräte angeschafft, wodurch die FF Eschlried  durch die 4  Maßnahmen  die  Schlagkraft enorm ausbaute. Auch der Ankauf eines gebrauchten Kommandofahrzeuges wurde am 2. 10. 1988 unter seinem Kdo getätigt.

 

Manfred GADERMAIR      17. 02. 1989 – 02. 2013                                                            Wegen der Platznot, 2 FW-Autos und ein Mehr  an  Gerätschaften, reifte der Entschluss, dass ein Zeughausneubau unbedingt erforderlich ist. Nach Einverständnis von Seiten der Gemeinde für die Materialkosten aufzukommen, wurde bei der Ausschußsitzung am  11.05.1991 der Bauginn  mit 14.06.1991 fixiert. Am 2. Tag wurden auf Wunsch des Gastwirtehepaares Strasser der Abbruch des alten Zeughauses eingestellt und die Errichtung des Neubaues auf dem  derzeitigen Standort bewilligt. Nach den Plänen des Kommandaten wurde dann der Neubau komplett auf Eigenregie errichtet.

 

Nach der Fertigstellung wurde am 4. Und 5. Juni 1994 in der Gerätehalle beim Reiwimmer das sehr gut besuchte FW-Fest mit Zeughausweihe abgehalten.

 

Von der Fa Rosenbauer wurde 14. Juni 1995 ein neues Kleinlöschfahrzeug übernommen.

 

23. – 25. Mai 1997 wurde am Freitag der 1. Publikumsrenner „Schurken-Party“ und Samstag und Sonntag mit Hallenfest und Fahrzeugweihe folgend veranstaltet. Diese Veranstaltung bescherte der Feuerwehr eine absolute Rekordeinnahme.

 

Der Publikumsmagnet „Schurken-Party“ nahm am 20. Mai 2000 im Kirchenwirtsstadl seine erfolgreiche Fortsetzung, die alljährlich bis 2007 - letzte - die Kassa klingeln ließ.

 

Da nach einigen Jahren im neuen Feuerwehrhaus  schon wieder Raumnot herrschte, wurde im Jahre 2003 ein Zubau mit  einem  Schulungsraum  im 1. Stock und Schlauchturm gebaut. Die Materialkosten für den völlig in Eigenregie errichteten Zubau wurden von der Gemeinde getragen.

 

Im Juni 2011 war die Feuerwehr Eschlried der Veranstalter des Abschnitt-Feuerwehr -Leistungsbewerbes  mit Feuerwehrfest in Tumeltsham.

 

HBI Manfred GADERMAIR übergab  im Februar 2013 nach 24-järhiger erfolgreicher Tätigkeit das Kommando an seinen Stellvertreter Hannes HELLWAGNER ab.

 

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